Finger weg vom Grünstrand in Travemünde!

 
Untote kommen nie zur Ruh und sind verdammt, die Mitmenschen ewiglich zu gruseln.

  • Daran erinnert uns die leidvolle Debatte um den sogenannten Grünstrand, unserer Wiese an der Ostsee in Travemünde!
 
Dass dieser bezaubernde Flecken einen besonderen Charme hat und einzigartig ist an der deutschen Küste, finden nicht nur die Bürger, sondern vor allem auch Investoren und Villenliebhaber, die sich dieses Filetstück unter den Nagel reißen wollen und der verarmten Hansestadt seit Jahren die Geldscheine vor die Nase halten, damit sie schwach wird und sich von ihrem unwiederbringlichen Juwel trennt.
 
  • Jedoch: Die Bürgerschaft hat diesem Treiben mit großer Mehrheit im Juni 2008 mit einem Basta ein Ende gesetzt. Eine Bebauung kann demnach dort nicht mehr erfolgen. Der Grünstrand soll auf alle Zeit für die öffentliche und entgeltfreie Naherholung erhalten bleiben, beschloss der Rat.
 
Also: Warum in aller Welt kommt Wirtschaftssenator Halbedel jetzt schon wieder daher und schleppt Investoren an?
 
Wir wissen es nicht. Wir finden es ärgerlich, dass nach kaum einem Jahr dieser hart errungene und von einem eindeutigen Bürgerwillen untermauerte Beschluss schon wieder ausgehebelt werden soll ­ - mit halbedlen Methoden zudem, indem behauptet wird, es gäbe keinen eindeutigen Beschluss.
 
  • Gibt es aber doch, wie das Protokoll der Bürgerschaft klar ausweist.
 
Der Vorschlag, am Grünstrand unter Einschluss der ehemaligen Seebadeanstalt Mövenstein eine mondäne Hotelanlage zu bauen und einigen Yachtfreunden ihre Großmannsträume von einem Segelzentrum, das sogar Kiel-Schilksee ausstechen könnte, zu erfüllen, ist somit überflüssig wie ein Kropf ­ und so lästig wie dauernd wiederkehrende Untote!